Nähanleitungen

Näh-Hacks: Wendeöffnungen mit dem Matratzenstich schließen

10. Dezember 2017

Bei vielen Näh-Projekten geht es darum, zum Schluss noch die Wendeöffnung zu schließen. Damit das bei deinem Projekt auch sauber klappt, zeige ich dir mithilfe des Matratzenstiches, wie du die Naht ganz unauffällig schliessen kannst!

Mit Nadel und Faden ist der Matratzenstich ruckzuck per Hand genäht! Ausgangspunkt dafür ist deine Wendeöffnung auf der rechten Seite des Stoffes.

Zuerst brauchst du eine Nadel und zum Stoff passendes Garn, damit der Faden später auch schön unsichtbar in der Naht verschwindet. Starte damit, den Faden durch das Nadelöhr zu ziehen und beide Fadenenden mit einem Knoten zu verbinden. Ich habe hier gut sichtbares Garn genommen, damit du die einzelnen Schritte besser erkennen kannst.

Der Matratzenstich – Schritt für Schritt

Jetzt geht es ans Nähen. Schritt 1) Steche mit der Nadel am Anfang der Wendeöffnung ein, dort wo die Naht deiner Nähmaschine vor der Wendeöffnung endet. Schritt 2) Ziehe den Faden bis fast zum Ende durch und führe die Nadel durch die entstehende Schlaufe. Schritt 3) Ziehe den Faden fest, sodass der Knoten in die Naht rutscht. Die losen Enden deines Fadens versteckst du in der Wendeöffnung, damit sie von außen nicht mehr zu sehen sind.

Schritt 4) Nun fängst du mit einer Stoffseite an (in diesem Beispiel ist es die Anker-Stoffseite) und stichst mit der Nadel in die innenliegende Nahtzugabe dieses Stoffes. Achte darauf, dass du innerhalb der Nahtzugabe bleibst und nicht durch den Stoff komplett durchstichst. Sonst wäre die Naht doch von außen sichtbar, was wir ja grade nicht wollen 😉 Schritt 5 und 6) Steche danach genau auf der gegenüberliegenden Seite in die Nahtzugabe und ziehe den Faden hindurch.

Schritt 7) Wenn du immer abwechselnd auf diese Weise die Nahtzugaben verbindest, entsteht eine Naht, die wie eine Leiter aussieht – daher wird der Matratzenstich auch Leiterstich genannt. Wichtig ist, dass du nicht im Zickzack nähst, sondern immer genau auf der entgegen gesetzten Seite gerade wieder einstichst. Probiere nach 5 – 10 Stichen, ob sich der Faden gut festziehen lässt. Wenn ja, kannst du den Faden auch erst nach größeren Abständen festziehen.

Schritt 8) Bist du am Ende der Wendeöffnung angekommen, sollte der Faden unsichtbar in der Naht liegen. Jetzt stichst du noch einmal mit der Nadel in die Naht und ziehst den Faden durch die entstehende Schlaufe, sodass die Naht sicher abgeschlossen ist und nicht wieder aufgehen kann.

Schritt 9) Als nächstes führst du die Nadel neben dem Knoten nochmal durch die Naht, damit der Knoten danach beim Festziehen des Fadens ebenfalls gut in der Naht verschwindet.

Schritt 10) Damit der Abschluss des Fadens von außen nicht sichtbar ist, steche am besten von unten nochmal auf einer Seite deines Nähprojektes etwas entfernt von deiner geschlossenen Wendeöffnung ein.

Schritt 11) Wenn du nämlich erst hier den Faden abschneidest, verschwindet er unsichtbar innerhalb deines Projektes!

So sieht deine unsichtbar verschlossene Wendeöffnung aus!

Ich hoffe, die einzelnen Schritte haben dir gut geholfen. Hat bei dir auch gleich auf Anhieb alles geklappt?

Diesen Näh-Hack für später auf Pinterest merken:

  1. Heyhey, das ist ja mal mega super!!! ich habe mich schon öfter geärgert über meine plump vernähten Wendeöffnungen im Zickzack 😉 Ich werde das das nächste Mal ausprobieren 😀 Sehr hilfreich!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.